Unser Unterricht zeichnet sich durch den Einsatz und Wechsel unterschiedlicher Lehrmethoden aus, die zu einem besseren Lernerfolg der Schüler führen und den Unterricht abwechslungsreicher gestalten. Diese Form des Lernens zielt vor allem darauf ab, die Schüleraktivität soweit möglich zu erhöhen und auf die unterschiedlichen Lerntypen und die unterschiedlichen Lernniveaus der Schüler einzugehen. Dabei muss man sich von dem Gedanken lösen, dass die SchülerInnen einer Jahrgangsstufe immer auf ein und dem selben Stand lernen (können). In Jahrgangsklassen sind nie alle Schüler in allen Bereichen auf einer Lernstufe, selbst wenn alle zur selben Zeit die gleiche Aufgabe lösen müssen / sollen. Dieser Unterschiede im Lerntempo sind wir uns bewusst - wie auch unsere SchülerInnen es sich sind. Das erleichtert uns, den Unterricht entsprechend aufzubereiten und durchzuführen. Die Altersmischung bietet hierzu einen breiten Raum an Flexibilität, denn die Kinder können so den einen oder anderen Aufgabenbereich eines Themas nochmals auf einer vorherigen Stufe wiederholen, festigen, verinnerlichen oder schon bereits auf der nächsten Ebene Schritte wagen oder mutig mitgehen, wenn sie schon soweit sind. Kinder erklären sich Sachzusammenhänge gegenseitig viel besser und mit passenderen Worten, als es uns Erwachsenen oft möglich ist. Und nur was ich selbst einem anderen erklären kann, habe ich wirklich verstanden! Also ist auch der Nutzen innerhalb dieses Prozesses für den jeweiligen Helfer ganz klar erkennbar. Die Rolle des Helfers und des Hilfesuchenden sind ständig im Wechsel und meist völlig losgelöst von der jeweiligen Klassenstufe.

Die Flexibilität, gemeinsam mit dem Kind, den Eltern und der Schule zu entscheiden, ob es ihm auf Grund des Lerntempos oder seiner Gesamtpersönlichkeit gut tut ein weiteres Stärkungsjahr bei uns (in seiner gewohnten Klasse!) zu bleiben oder, wenn es das Gesamtpaket und alle nötigen Kompetenzen für die weiterführende Schule bereits erlangt hat, nach bereits drei Jahren die Schule zu verlassen, ist ebenfalls gegeben.

Unser Unterricht beinhaltet eine Vielzahl an Strukturen und Rituale, die in allen Klassen parallel verlaufen. Somit sind die unterschiedlichen Arbeitsphasen von bekannten Abläufen umrahmt. Diese geben den Kindern Halt und Sicherheit, indem sie die Möglichkeit bieten, zur Ruhe zu kommen, konzentriert ohne notwendigen Erklärungen bzw. Anweisungen eines Lernbegleiters an die bekannte Arbeit zu gehen und untergliedern so unseren Unterrichtstag.

 

Hier ein tabellarischer Ablauf der ersten beiden Unterrichtsblöcke in allen Klassen (jeweils 100 min).

1. Zeitblock  1.Hausschuhe anziehen
2.Lesezeit: leise beschäftigen sich die Schüler mit selbstgewählten Büchern und dokumentieren dies im Anschluss (Signal: Aufräummusik)
3.Begrüßung im Sitzkreis
4.Besprechung des Tagesablaufes (visualisiert im Saal)
5.Satz des Tages: Wortarten- und Satzgliederarbeit nach Maria Montessori
6.ARBEITSPHASE
7.Frühstückszeit: durch einen Spruch gemeinsam begonnen; während des Essens wird kontinuierlich aus verschiedenen Büchern vorgelesen
 Pause  In der Rennpause dürfen die Schüler selbst entscheiden, ob sie diese ruhig im Schulhaus oder auf dem Pausenhof verbringen wollen!
 2. Zeitblock 1.Rechenzeit bis zur Aufräummusik, gefolgt von einer kurzen Reflexion samt Selbstbewertung
2.ARBEITSPHASE

Der weitere Tag gliedert sich je nach Stundenplan in unterschiedliche Arbeitsphasen. Bei den Ganztagsklassen findet das gemeinsame Mittagessen, die gemeinsame Mittagspause und weitere Unterrichtseinheiten am Nachmittag statt.

 

 

Ein Blick in unsere Klassen- und Arbeitsräume